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d´Wadlbeißer beim 10-jährigen Jubiläum der Stubenmusik Berger in Ferschnitz in Niederösterreich

Reisebericht 10 Jahre Stubenmusik Berger in Ferschnitz Österreich
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Reisebericht 10 Jahre Stubenmusik Berger in Ferschnitz Österreich

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Musikgruppe „Stubenmusik Berger“ wurden wir nach Österreich ins Mostviertel nach Ferschnitz eingeladen. Der Kontakt zu dieser Stubenmusik entstand über unseren Tubaspieler Thomas, der des Öfteren schon mit den österreichischen Kollegen musiziert hat.

Fünf Brüder „Robert, Sepp, Christoph, Schorsch, und Roland Berger“ bilden die Stubenmusik Berger, die aus Ferschnitz in Niederösterreich stammen. Mit ihrer Musik versuchen die Brüder die Mostviertler Tradition zu pflegen und weiterzugeben.

Dieser Einladung sind wir natürlich gerne gefolgt und so machten wir uns am 27.03.2004 auf nach Niederösterreich. Nach einer Fahrzeit von drei Stunden kamen wir dann in Senftenberg im Mostviertel an. Dort wurden wir von Thomas und Sepp, einem der Jubiläumsmusiker herzlich begrüßt. Bei Kaffee und Kuchen lernten wir die einzelnen Musiker der Berger Buam, wie sie hier auch genannt werden, zum ersten Mal persönlich kennen. Danach richteten auch wir uns für die Festlichkeiten her und bauten schon mal unsere Instrumente und restliche Ausrüstung auf.

Gegen 20:30 Uhr begann der offizielle Teil der Veranstaltung. Inzwischen hatten sich rund 250 Personen in dem Stadl neben dem Wirtshaus „Zur Linde“ versammelt. Georg Berger berichtete über die vergangenen 10 Jahre, was war, was blieb und was sein wird.

Nach dem offiziellen Teil, verteilten sich die vier Musikgruppen in verschiedene Säle und Räume des Wirtshauses. Im Saal des Wirtshauses spielte die Wieselburger Tanzlmusi, im Nebenraum die Senftenegger Buam und die Jubilare zogen von Ort zu Ort. Wir, d´Wadlbeißer, spielten im Stadl und heizten dem Publikum mit unserer bayerischen Wirtshaus- und Tanzbodenmusik. Die Gäste verteilten sich auf die verschiedenen Räume und wanderten von Musik zu Musik. Einige räumten Tischen und Stühle auf die Seite und fingen an, zu unserer Musik zu tanzen. Christian ergriff die Chance und zeigte unseren österreichischen Nachbarn einige bayerische Volks- und Figurentänze. Natürlich durfte das Publikum wieder mit uns singen und man merkte schnell, dass einige unserer Wirtshauslieder auch in Niederösterreich bekannt waren.
Ca. 23:30 Uhr beendeten wir unser „Konzert“ im Stadl und zogen weiter mit unseren Instrumenten in den Saal des Wirthauses. Nach einer kräftigen Jausen mischten wir uns wieder unter das Musikantenvolk und spielten zusammen mit der Wieselburger Tanzlmusi. „Mei is des sche, das san halt richtige Musikanten, die brauchen keine Noten, die fanga einfach gemeinsam zum Spuiln an“ hörte man einen Zuhörer voller Begeisterung sagen. So ging dieses Spektakel in den verschiedensten Besetzungen, Bb-Klarinette, Eb-Klarinette, Tuba, Trompeten, Gitarren, Kontrabass, Akkordeon, Steirische Knopfharmonien, Bariton, Teuflsgeige und weitere Instrumente bis tief in die Nacht. Gegen 02:00 Uhr verabschiedeten sich die ersten Gäste und Musiker
Der harte Kern blieb standhaft und es wurde weitergespielt. Wie man in Bayern so schön sagt, „es war a griabige und zünftige Stimmung“. Die Musikanten passten super zusammen und den Gästen schien es Spaß zu machen. Gegen 04:00 Uhr waren fast nur noch Musiker in der Wirtshausstube. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Gegen 04:30 Uhr konnte wir unsere beiden bayerischen Damen, überreden, doch noch was für uns zu so später Stunde zu singen.
Als wir danach zu lauteren Stücken übergegangen waren, ging die Stubentür wieder auf und neue Gratulanten und ein Musiker der Wieselburger Tanzlmusi, der eigentlich mit seiner Frau schon vor einer halben Stunden nach Hause fahren wollte, kamen herein. Wie wir erfuhren, gab es Probleme mit dem Auto und die Armen mussten eine halbe Stunde im Auto verbringen bis die Elektronik wieder funktionierte. Diesem Musiker gefiel die Stimmung so gut, das er zurück zum Auto ging und seinen schon längst verstauten Kontrabass schnurstracks ins Wirthaus holte und wieder mitspielte. Ab 05:30 Uhr verließen uns immer mehr Zuhörer und aktive Teilnehmer.

Um 06:30 Uhr verabschiedete unser Christian den letzten Gast mit den Worten " Hat mi gfreid, scheh das´t du da warst. Guad Nacht". Danach schloss er hinter dem letzten Einheimischen die Tür und zugleich das Wirtshaus ab und wir Bayern waren allein. Wir hatte es ja gut, um Schlafen zu gehen, mussten wir nur ein Stockwerk höher, dort waren unsere Zimmer. Lois, Wastl und Christian saßen danach noch bis um 07:00 Uhr am Morgen in der Wirtshausstube und machten Musik.

Die Wirtin war am nächsten Morgen ganz überrascht, dass wir das Ganze ohne „Ausfälle“ so gut überstanden haben und schon wieder so fit waren.

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals ganz herzlich für die freundliche Aufnahme in Ferschnitz bei der Familie Berger bedanken. Uns hat dieses Wochenende sehr viel Spaß gemacht und es wird sicher nicht das letzte Zusammentreffen unserer beiden Musikgruppen sein. Wir wünschen der Stubenmusik Berger und allen Angehörigen alles Gute für die Zukunft wünschen.

Regensburg, den 29.03.2004
d´Wadlbeißer
Michael Franke

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